IjT Regionalgruppe Nord besucht Generalkonsulat Hamburg

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Besuch des Generalkonsulats der Vereinigten Staaten in Hamburg
Nicht nur Berlin, sondern auch Hamburg ist ein wichtiges Zentrum der transatlantischen Beziehungen. Millionen starteten hier ihre Überfahrt nach Amerika und auch noch heute ist es vor allem für den beiderseitigen Handel eine wichtige Adresse.
Am 12. August besuchte eine Delegation der IJT-Regionalgruppe Norddeutschland und der Vereinsvorsitzende Jonas Emmerich das „Kleine Weiße Haus an der Alster“. Die Delegation bestand aus immerhin 19 Mitglieder der Regionalgruppe Nord mit großem Interesse.
Die erste diplomatische Vertretung in Deutschland, seitens der USA,  befand sich ebenfalls in Hamburg. Sie wurde am 17.Juni 1790, als insgesamt elftes US-Konsulat weltweit, gegründet.  Geführt wurde das erste Konsulat vom schottischen Kaufmann John Parish, der noch von George Washington persönlich ins Amt berufen wurde.
Während der beiden Weltkriege sah man sich genötigt, das Konsulat zu schließen. Sämtliche Archivinhalte und ein Großteil der Einrichtung wurden während des 2. Weltkrieges zerstört. Die erste diplomatische Vertretung nach dem 2. Weltkrieg eröffnete am 1.März 1946 ihren geschäftlichen Dienst im Hause der Deutsch-Südamerikanischen Bank, bevor sie zuerst an den Jungfernstieg 21 und dann an die jetzige Position am Alsterufer umzogen. Das heutige Konsulatsgeschäft erwarb man 1950 von den Erben der Villen.
Das jetzige Konsulatsgebäude bestand ursprünglich aus zwei getrennten Villen, beide von Martin Haller entworfen, die während des 2. Weltkrieges  von der Gauleitung der NSDAP gemietet und zu einem Gebäude vereinigt wurden.
Nach der Kapitulation von den Briten besetzt und als Verwaltungsstelle genutzt, bestand für die Konsuln der USA die Aufgabe darin, den Wiederaufbau zu koordinieren und Aufgaben in den Bereichen Sicherheit, Militär und der Überwachung.
Nachdem Zusammenbruch der DDR und Sowjetunion, änderte sich die amerikanische Außenpolitik und somit auch der geographische Hauptfokus auf den Nahen Osten, weshalb an den deutschen Standorten, wie etwa in Hamburg, viele Arbeitsstellen verloren gingen.
Nach den Anschlägen am 11. September 2001 wurde zum einem die Sicherung des Gebäudes deutlich verschärft, sowie veränderten sich erneut die Arbeitsschwerpunkte. Nun standen vor allem der Dialog und die Zusammenarbeit mit den islamischen Gemeinden im Fokus. Auf der anderen Seite aber auch die Zusammenarbeit der Strafverfolgungsbehörden auf beiden Kontinenten.
Nun aber zurück zum eigentlichen Besuch:
Nach den obligatorischen Sicherheitskontrollen wurden wir von der Kulturreferentin Dr. Susanne Wiedemann empfangen und sie gab uns eine kurze Einführung in die Funktion des Hamburger Konsulats und der dortigen Mitarbeiter.
Die Führung übernahm dann der Pressereferent Heiko Herold, der uns die Geschichte des Hauses sowie die Räumlichkeiten näher brachte. Neben den üblichen Räumen wie etwa dem Ballsaal und diversen Salons bekamen wir auch das Büro der Generalkonsulin Nancy Corbett, sowie die Praktikantenwohnung im Dachgeschoss zu sehen.
Anschließend begab sich die Gruppe noch ins Restaurant ALEX am Alsterufer, wo man den Tag bei Steak und Hamburgern ausklingen ließ.