World Leadership Summit mit Präsident Barack Obama

Ein Erlebnisbericht unseres Mitglieds Moritz Asbrand


Am 04. April hatten vier Mitglieder – Fardad, Gregor, Lars und ich (Moritz) die Gelegenheit, Barack Obama auf dem World Leadership von Gedankentanken in der Kölner Lanxess Arena live zu erleben. Die Karten hatte unser Regionalgruppenleiter Gary besorgt, wofür wir uns hiermit noch einmal herzlich bedanken möchten.

Der Andrang

Die Veranstaltung – deren Planung laut Veranstalter achteinhalb Wochen vorher begann – war extrem gut besucht. Die letzten Karten gingen an der Abendkasse raus. Ein Zeichen für die große Faszination, mit der auch nach Ende seiner Amtszeit viele Menschen Barack Obama noch begegnen.

Die anderen Redner

Es gab auch eine Vielzahl an anderen Rednern. Der bekannteste unter ihnen war wohl Frank Thelen. Ihr Themen waren so vielfältig wie ihre verschiedenen Hintergründe. Besonders gefallen hat mir der Vortrag von Boris Grundl, einem Führungscoach, der im Rollstuhl sitzt. Er berichtete ohne Groll oder Vorwürfe, wie er die Vorbehalte gegen einen behinderten Führungs-Experten überwunden hatte, was mir sehr imponierte. Insgesamt waren die anderen Redner alle gut und unterhaltsam.

Gesprächspartner von Obama war Christian Galvez, ein Motivationstrainer, der sich schon länger mit der Person Obama beschäftigt. Die Einstiegsfragen waren eher persönlich gehalten, so beantwortete Obama die Frage, was sich für ihn nach Ende am meisten geändert hatte mit einem Augenzwinkern damit, dass er lernen musste selbst Kaffee zu kochen. Schnell wurde er aber ernst und erklärte, dass er durchaus auch Freude daran habe, die einfachen Dinge des Lebens wieder selbst zu machen. Zwar vermied Obama direkte Aussagen zur aktuellen Administration, aber an einer Stelle sagte er, dass es ihn irritiere dass es heutzutage keinen Konsens mehr gäbe, Fakten anzuerkennen. Ohne Fakten als gemeinsame Ausgangsgrundlage sei ein Diskurs nicht möglich. Der Saal applaudierte frenetisch im Bewusstsein, zu wissen, auf wen Obama sich bezog.

Auf die Frage, was in seinen Augen eine Führungspersönlichkeit ausmachte, antwortete er: „Was Dich voran treibt als Leader, ist die Arbeit, nicht der Applaus“ und führte das mit „konzentrier‘ Dich auf das, was Du tun willst und nicht, was Du sein willst“ weiter aus. Am Ende des Gesprächs wurde er ziemlich nachdenklich. Auf die Frage, ob er mit seiner Amtszeit zufrieden sei antwortete er, dass er zwar einige Dinge in die richtige Richtung bewegt hätte, die ohne ihn nicht passiert wären, dass das aber nicht hieße, dass er mit sich zufrieden sei.

Fazit

Es war ein toller Abend, besonders das Gespräch mit Obama – für die meisten Zuschauer das Highlight des Abends – hat uns sehr gut gefallen. Uns viel auf, dass die Fragen an Obama in viele verschiedene Richtung gingen – mal ging es um Persönliches, mal um sein politisches Vermächtnis, mal um Führungsqualität im Allgemeinen – dies war aber sicherlich notwendig, um die verschiedenen Erwartungen der Zuschauer halbwegs zu erfüllen. Sein Tenor, dass Wandel nur mit der jungen Generation zu schaffen sei wirkte aufrichtig und kam in der Halle sehr gut an. Auch wir vier – die sich größtenteils noch nicht kannten – haben uns untereinander prächtig verstanden und hatten einen echt tollen Abend. Für diesen bedanken wir uns nochmal und freuen uns auf die nächste Veranstaltung.

Bildquelle: Barack Obama, CC-BY-SA 2.0